Liz Westgarth

„Der Umstieg auf das BP100 war ein himmelweiter Unterschied. Das automatische Richtmikrofon bedeutet, dass ich nun in alle Richtungen hören und feststellen kann, wo ein Ton herkommt.“

Heimatregion: Northumberland
Typ der Hörhilfe: Knochenleitungs-Implantat
Soundprozessoren: Baha® BP100 (auf beiden Seiten)

Meine Hörprobleme

Während meines ganzen Lebens hatte ich immer wieder Hörprobleme. Als ich im Alter von 48 Jahren feststellte, dass ich neben mir sitzende Menschen nicht mehr hören konnte, wurde mir klar, dass ich Hilfe brauchte. Zwei Jahre lang probierte ich Hörgeräte aus, konnte aber immer nur jeweils eines tragen, da sie zu viele Infektionen verursachten.

Ich arbeitete als Wirtschaftstrainerin und musste aufgrund der Hörprobleme leider den Job wechseln. Oftmals konnte ich die Fragen der Teilnehmer nicht mehr hören oder, was noch schlimmer war, verstand sie falsch, was oft peinliche Konsequenzen hatte. Ein normales Telefon konnte ich auch nicht mehr benutzen, ich brauchte eines mit Verstärker. Dies bedeutete zudem, dass ich Anrufe für andere nicht mehr entgegennehmen konnte und das Telefon läuten lassen musste, wenn ich allein war.

Vor zehn Jahren wurde dann das Titanimplantat für mein Baha® angepasst. Obwohl ich anfangs ein paar Probleme damit hatte, kam schon bald der Heureka-Moment.

Ein Neuanfang

Mein Berater sprach mit mir über das Baha. Bis dahin hatte ich noch nie von einem Baha gehört. Ich hatte keine Ahnung, wie sehr es mein Leben verändern würde.

Beim ersten Termin gab man mir einen Kopfbügel, den ich mit einem daran angebrachten Baha verwenden konnte. Der Kopfbügel funktioniert wie ein konventionelles Knochenleitungssystem. Ich konnte es kaum glauben, wie viel besser ich damit hören konnte. Zu Hause dachte ich über die Operation nach und war mir nicht sicher, ob ich wirklich ein Baha wollte, das man vielleicht auf der Seite meines Kopfes sehen könnte. Nach Gesprächen mit Familie und Freunden entschloss ich mich für das Gerät.

Im Jahr 2000 wurde dann das Baha bei mir angepasst. Ich konnte kaum glauben, was für einen Unterschied es machte. Auf der linken Seite mit meinem Hörgerät hatte ich immer noch Probleme, aber die rechte Seite war fantastisch.

Glücklicherweise erhielt ich zwei Jahre später mein zweites Implantat und konnte nun zum ersten Mal in meinem Leben stereo hören, sehr zum Unwillen meines Mannes, da ich jetzt all sein Gemurmel verstehen konnte, wenn ich ihn um Hilfe mit Haushaltsarbeiten bat. Die zwei Bahas bedeuteten eine echte Verbesserung, weil ich nun endlich auf beiden Seiten hören konnte. Ich brauchte keinen „Helfer“ mehr, der mir das sagen konnte, was ich nicht verstanden hatte, und ich konnte mich in Restaurants und an anderen lauteren Orten unterhalten.

Die Auswirkungen des beidseitigen Baha auf mein Leben

Ich wünschte mir wirklich, ich hätte die Baha Implantate mit den Soundprozessoren schon viele Jahre früher erhalten. Dann hätte ich meine Berufsausbildung nicht aufgeben müssen. Dennoch ist mein Job in der Geschäftswelt jetzt erheblich einfacher, da ich jetzt hören kann und mich in Meetings aktiv einbringen kann, anstelle mich überflüssig und isoliert zu fühlen.

Der Umstieg auf das BP100 war ein himmelweiter Unterschied. Das automatische Richtmikrofon bedeutet, dass ich nun in alle Richtungen hören und feststellen kann, wo ein Ton herkommt. Außerdem gefällt mir, dass ich nicht ständig die Lautstärke verstellen muss, da sie automatisch angepasst wird. Ich benutze öfter die Telefonspule (ein großartiges Zubehörteil) zusammen mit einem Schleifensystem, das mit dem Fernseher verbunden ist, so dass ich selbst dann hören kann, wenn der Dialog sehr leise ist, weil er direkt an meinen Prozessor übertragen wird.

Inzwischen bin ich pensioniert und führe ein aktives Leben, gehe ins Theater und Kino und nehme an Diskussionsrunden teil. Das hätte ich mir vor dem Baha nie träumen lassen. Ich bin so dankbar, dass ich tägliche Geräusche, wie das Schnurren meiner Katze oder die Türglocke hören kann.

Warum ich Fürsprecher bin

Das erste Mal wurde ich vom Baha Soundprozessor-Team im Krankenhaus gefragt, ob ich einer Selbsthilfegruppe aushelfen könne, die vor etwa fünf Jahren gegründet wurde. Ich war begeistert von dieser Idee, da die Unterstützung von anderen Implantat-Trägern das Einzige war, das mir vor und nach dem Einsetzen der Implantate fehlte. Nun gehe ich jeden Monat ins Freeman Hospital und unterhalte mich dort mit möglichen Implantatempfängern vor und nach der Operation.

Cochlear hilft mir mit zusätzlichem Training und ausführlichen Informationen zur Baha Implantation und ich habe nun mehr Selbstvertrauen, wenn ich anderen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen helfe.

Haftungsausschluss

Die Angaben auf dieser Webseite dienen zur Information und sind in keiner Weise als Ersatz für die medizinische Beratung vorgesehen. Bitte konsultieren Sie einen Facharzt für eine Diagnose bzw. Behandlung eines Hör- oder Gesundheitsproblems.

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