John Chamberlain

„Ich werde oft gefragt, wie ich reagieren würde, wenn ich wieder wie andere Menschen normal hören könnte. Mich schaudert bei dem Gedanken. Ich glaube nicht, dass ich mit einer Welt klarkäme, in der ich nicht auf Wunsch perfekte Stille und Frieden hätte.“

Heimatregion: Hampshire
Typ der Hörhilfe: Knochenleitungs-Implantat
Soundprozessoren: Baha® Cordelle

Meine Hörprobleme

Nach einem Fahrradunfall im Alter von sieben Jahren hatte ich mit elf Jahren eine radikale Mastoidektomie am linken Ohr. Als ich knapp 18 Jahre alt war, brachen die Gehörknöchelchen in meinem rechten Ohr. Ich bin auf beiden Ohren hochgradig schwerhörig und trage seit meinem 17. Lebensjahr ein Hörgerät.

Ich war schon so früh im Leben schwerhörig, dass es für mich ganz „normal“ wurde. In der Schule hatte ich einige Probleme und meine Leistungen waren nicht so gut, wie sie hätten sein sollen. Trotzdem schaffte ich den höheren Schulabschluss, machte eine Ausbildung zum Metallurgen und gab Vorlesungen an Hochschulen. Später arbeitete ich als Personalchef und hatte dabei eigentlich keine Schwierigkeiten. Der Hörverlust wurde später zum Problem, als ich bei Vorstellungsgesprächen Fehler machte, die für andere Menschen entscheidend waren. Ich ließ mich deshalb aus medizinischen Gründen mit 58 Jahren pensionieren.

Mit Anfang 20 bis ins Alter von etwa 45 Jahren hatte ich ein BW81-Knochenleitungsgerät, das mir sehr half. Meine Mitmenschen sagten mir, man merke gar nicht, dass ich taub sei. Ich konnte mit den Studenten und bei Vorstellungs- bzw. Beförderungsgesprächen mithalten. Mein Sozialleben in der Kirchengemeinde war gut, wobei ich denke, man hat sich auf mich eingestellt, weil ich ihnen wichtig war.

Ein Neuanfang

Nach meiner Pensionierung hat die NHS die BW81-Geräte auslaufen lassen. Das im Handel erhältliche Ersatzgerät war hoffnungslos und ich wurde an David Proops überwiesen, der sich bereit erklärte, mir ein Baha® anzupassen. Vor der Operation probierte ich das BW81 auf beiden Seiten aus und stellte fest, dass die rechte Seite viel lauter und klarer war als die linke. David hörte sich meinen Fall an und war einverstanden, ein Classic auf der rechten Seite anzupassen. Man sollte vor der Operation für die Verankerung möglichst immer zuerst die beste Seite herausfinden.

Die Operation für die Verankerung erfolgte unter lokaler Betäubung. Ich spürte nichts, saß einfach still im Spezialstuhl und hielt die Hand der Krankenschwester, um eventuelle Schmerzen zu signalisieren. Ich konnte nur den Bohrer hören, aber das störte mich nicht.

Später fragte ich dann scherzhaft, ob ich zwei Classics haben könne. Nach der Anpassung des zweiten Geräts stellte sich heraus, dass meine Vermutung, die rechte Seite sei besser, stimmte. Die Classics wurden gegen Cordelle ausgetauscht, als mein Schallleitungs-Hörvermögen plötzlich um 20 dB abnahm. Heute komme ich im Notfall mit einer Cordelle aus, aber zwei sind auf jeden Fall besser!

Die Auswirkungen des Baha auf mein Leben

Mit den Cordelle kann ich problemlos ein schnurloses Panasonic KX-TG7180E mit der Einstellung „T“ verwenden. Für den Fernseher habe ich eine Schleife und kann damit DVDs, CDs und DAB-Radio über das Fernsehgerät hören. Wir haben einen Fernalarm für die Türklingel, das Telefon und den Rauchmelder sowie einen Funkempfänger für meine Frau. Diese machen das Leben erheblich einfacher.

Bei Meetings oder wenn ich keine Schleife für den Fernseher habe, benutze ich ein RNID Sonido.

Ich werde oft gefragt, wie ich reagieren würde, wenn ich wieder wie andere Menschen normal hören könnte. Mich schaudert bei dem Gedanken. Ich glaube nicht, dass ich mit einer Welt klarkäme, in der ich nicht auf Wunsch perfekte Stille und Frieden hätte.

Haftungsausschluss

Die Angaben auf dieser Webseite dienen zur Information und sind in keiner Weise als Ersatz für die medizinische Beratung vorgesehen. Bitte konsultieren Sie einen Facharzt für eine Diagnose bzw. Behandlung eines Hör- oder Gesundheitsproblems.

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