Brian Dowdall

„Der Baha Soundprozessor hat mein Leben so sehr verändert, dass ich jetzt anderen die Vorteile von Implantaten und der Operation erklären möchte. Hoffentlich hilft meine persönliche Erfahrung, eventuelle Ängste zu überwinden.“

Heimatregion: Hampshire
Typ der Hörhilfe: Knochenleitungs-Implantat
Soundprozessoren: Baha® BP110

Nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg wurde Brian Dowdall taub, als das Nachbarhaus von einer Bombe getroffen wurde. Erst viele Jahre später folgte die Diagnose eines perforierten Trommelfells mit schwerem Hörverlust auf beiden Ohren. Dies ist seine Geschichte zu einem besseren Hörvermögen mit einem Baha® Implantat.

Mein Name ist Brian Dowdall und ich wurde am 27. Februar 1936 in Surrey geboren. Unsere Region wurde während des Zweiten Weltkrieges stark bombardiert. Eines Tages war ich mit meiner jüngeren Schwester allein zu Hause, als eine Bombe im Nachbarhaus einschlug. Ich schaute durch das Schlafzimmerfenster meiner Eltern zu. Ich kann mich nur noch dunkel erinnern, was nach dem Bombeneinschlag geschah. Meine Eltern waren froh, dass mir nichts passiert war, und ich realisierte noch nicht, wie stark mein Gehör geschädigt wurde. Ich bin an diesem Tag buchstäblich taub geworden.

Aufgrund der heftigen Bombenangriffe hatte mein Vater unsere Garage in einen Luftschutzbunker umgebaut. Dort verbrachten wir die meisten Nächte während des Krieges. Während des Tages sollte ich bei Bombenalarm eigentlich ebenfalls in den Bunker gehen. Ich konnte die Sirenen aber nicht immer hören und schaute lieber den überfliegenden Flugzeugen zu.

In der Schule saß ich in der Mitte der vordersten Reihe, damit ich den Lehrer verstehen konnte, wenn er direkt vor mir stand. Unterhalten habe ich mich nur mit Menschen, die mir sehr nahestanden, und meiner Familie. Meine Leistungen in Französisch und Englisch waren ziemlich schlecht, sehr gut aber in Latein und Mathe. Ich konnte lesen, aber nicht hören.

Nach dem Schulabschluss arbeitete ich 18 Monate bei Harrods in Knightsbridge als Azubi im Einkauf, bevor ich 2 Jahre in den National Service der RAF musste. Ich übernahm einen Posten bei der Flugverkehrskontrolle und war die meiste Zeit für die Fernschreiber der RAF im MET Office zuständig. Meine Hörbehinderung war dabei kein Problem, weil ich alles schriftlich erhielt, bevor ich es in den Fernschreiber tippte.

Erst viele Jahre nach dem Bombeneinschlag unterzog ich mich auf Anraten eines Arztes, der mich wegen einer Ohrinfektion behandelte, einem Hörtest. Das Ergebnis war nicht besonders ermutigend. Er stellte fest, dass ich weniger als 10% Hörvermögen im rechten Ohr hatte und weniger als 50% im linken Ohr. Beide Trommelfelle waren perforiert.

Ich begann, Hörgeräte zu tragen. Das war aber problematisch, da sie meine Ohren blockierten, die sich dann wieder infizierten. Das heißt, ich trug die Hörgeräte nur selten.

Alle zwei Monate begab ich mich ins Royal Surrey Hospital für eine Behandlung und eine Ohrenreinigung. Vor ungefähr vier Jahren schlug ein junger Assistenzarzt vor, dass ich ein Baha Implantat in Betracht ziehen sollte.

Ich wusste nichts über Baha oder Cochlear. Der Facharzt war aber bereit, meinen Fall an Doktor Jonathan am Frimley Park Hospital, einem Krankenhaus für Baha Implantate, weiterzuleiten.

Doktor Jonathan untersuchte meinen Ohren und mein Name wurde auf eine Liste für ein Implantat gesetzt.

Danach wartete ich 18 Monate auf die Operation. Ich muss zugeben, dass ich schreckliche Angst davor hatte, dass mir ein Loch in den Kopf gebohrt wird. Ich machte mir Sorgen, wie schmerzhaft so etwas ist und wie lange ich arbeitsunfähig sein würde. Es wäre schön gewesen, wenn mir ein Baha Träger das alles hätte genauer erklären können. Nichtsdestotrotz verlief die Operation erfolgreich und fünf Monate später wurde das Baha Implantat angepasst.

Das Baha System hat mein Leben völlig verändert. Ich trage es die ganze Zeit. Der Ton ist zwar anders, aber viel klarer und besser als mit einem Hörgerät. Ich kann jetzt eine Menge Dinge tun, die vorher nicht möglich waren. Den größten Teil meines Arbeitslebens war ich von anderen Menschen getrennt. Dies hat sich alles geändert. Ich bin jetzt für Gesundheit und Arbeitsschutz zuständig und habe ständig Kontakt mit Kunden. Der einzige Nachteil ist, dass die Leute nicht merken, dass ich taub bin, da sie das Implantat nicht sehen können. Deshalb muss ich immer noch nah an sie herantreten, damit ich sie genau hören kann.

Ich muss allerdings etwas aufpassen, da mein Soundprozessor im Garten manchmal herunterfällt und weil meine jüngeren Enkel etwas ungestüm sein können. Darum trage ich immer meine Sicherheitsschnur. Ich finde die Lautstärkeregelung nicht gerade optimal und muss manchmal beim Fernsehen Kopfhörer tragen, da sich meine Frau über den zu lauten Ton beschwert. Manchmal würde ich gerne in meinem Polstersessel ein Nickerchen machen, werde aber vom Baha geweckt, weil es laut klingelt, wenn der Soundprozessor die Rückenlehne berührt. Nickerchen sind also für mich passé.

Das Baha System hat mein Leben so sehr verändert, dass ich jetzt anderen Menschen die Vorteile von Implantaten und der Operation erklären möchte. Hoffentlich hilft meine persönliche Erfahrung, eventuelle Ängste zu überwinden.

Haftungsausschluss

Die Angaben auf dieser Webseite dienen zur Information und sind in keiner Weise als Ersatz für die medizinische Beratung vorgesehen. Bitte konsultieren Sie einen Facharzt für eine Diagnose bzw. Behandlung eines Hör- oder Gesundheitsproblems.

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