Annie Dicker

„Ich hatte die Gelegenheit, an der ersten Baha Konferenz meines örtlichen Krankenhauses teilzunehmen, die für bereits operierte Patienten und für Interessenten an der Operation durchgeführt wurde. All das machte mir deutlich, wie sich diese Operation auf mein Leben auswirken kann.“

Heimatregion: Devon
Typ der Hörhilfe: Knochenleitungs-Implantat
Datum der Implantation: 2007
Soundprozessoren: Baha® Divino

Mit fünf Jahren erkrankte ich an einem extrem hohen Fieber, das, wie sich später herausstellte, mein Trommelfell perforierte. In den folgenden Jahren hatte ich immer wieder Probleme mit Infektionen und musste häufig Antibiotika nehmen. Schließlich entschieden sich die Ärzte für eine Mastoidoperation (zur Verkleinerung des Knochens hinter dem Ohr) in London. Ich wurde zweimal operiert, das erste Mal mit 11 Jahren und das zweite Mal im Alter von 40 Jahren. Bei der späteren Operation wurde mit einer Hauttransplantation zusätzlich der Hohlraum versiegelt.

Man sagte mir, dass ich nie ein Hörgerät tragen könne. Bei einer Routineuntersuchung in der HNO-Abteilung meines Krankenhauses wurde ich aber an die Audiologieabteilung überwiesen, um eine digitale Hörhilfe auszuprobieren. Zu diesem Zeitpunkt war ich 61 Jahre alt. Obwohl genügend Hörzellen vorhanden waren, hatte ich mit beiden digitalen Hörgeräten keinen Erfolg. Später schlug mir einer der Audiologen vor, zu testen, ob ein Baha für mich geeignet sein könnte.

Die Operation folgte ein Jahr später und war ein voller Erfolg. Ich benutze ein Baha Divino®. Ich war zu jung, um zu verstehen, was Hörverlust wirklich bedeutet. Ich konnte die Lehrer in der Schule nur schwer verstehen. Ich war sehr schüchtern und wollte am liebsten unbemerkt bleiben. Deshalb versuchte ich, im Klassenzimmer immer hinten zu sitzen. Dies bedeutete natürlich, dass mir im Unterricht vieles entging. Es erklärt vielleicht auch, warum ich nur wenige Freunde hatte und Menschengedränge mied. Jahrelang konnte ich Partys und überfüllte Orte nicht ausstehen, da ich wegen meiner einseitigen Taubheit nur Teile der Gespräche verstand. Ich lächelte die Leute einfach an und habe gewiss immer zur falschen Zeit Ja oder Nein gesagt.

Am schwierigsten war es als Mitfahrer im Auto, da sich der Fahrer auf meiner tauben Seite befand. Ich musste ständig fragen, was gesagt wurde. Mit der Zeit lernte ich, Lippen zu lesen, denn bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht konnte ich am besten mithalten. Mit zunehmendem Alter wurde meine Schwerhörigkeit schlimmer und ich zog mich immer mehr zurück.

Ich erfuhr von der Audiologieabteilung, dass es ein neues Gerät gibt, das man hinter meinem Ohr implantieren könne. Ich hatte die Gelegenheit, an der ersten Baha-Konferenz meines örtlichen Krankenhauses teilzunehmen, die für bereits operierte Patienten und für Interessenten an der Operation durchgeführt wurde. Hierbei traf ich andere Betroffene und hörte mir ihre Geschichten und Erfahrungen an. Außerdem hatte ich Gelegenheit, einen der Kopfbügel zu probieren. All das machte mir deutlich, wie sich diese Operation auf mein Leben auswirken kann.

Die Operation verlief für mich einfacher als erwartet. Ich wurde morgens operiert und durfte am gleichen Tag abends wieder nach Hause. Am nächsten Tag musste ich noch mal erscheinen, um den Verband zu wechseln. Bei jedem Nachsorgetermin freuten sich die Ärzte über meine Fortschritte und dass die Wunde so gut verheilte.

Drei Monate später, im Dezember 2007, erhielt ich von meinem Berater den Termin für die Anpassung des Divino.

Heute bin ich viel kontaktfreudiger, habe keine Angst mehr vor großen Gruppen und gehe gerne ins Restaurant. Selbst das Tanzen macht mir viel mehr Freude. Mein Selbstvertrauen ist stärker geworden und ich traue mich jetzt, Leute anzusprechen, selbst Fremde, was ich früher nie getan hätte. Erst als ich mein Baha für Reparaturen abnehmen musste, stellte ich fest, wie sehr ich mich inzwischen an das Gerät gewöhnt hatte. Endlich kann ich mich über das Autoradio freuen. Ich hatte bis dahin ja keine Ahnung, welchen Effekt der Surround-Sound im Auto hat.

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