Folgen des Hörverlusts
Der Verlust eines Sinnesorgans kann nicht ohne Folgen bleiben. Mit den Sinnen erforschen wir die Welt und gewinnen Eindrücke von der Natur und unseren Mitmenschen. Dabei ist das Gehör der aktivste menschliche Sinn, der uns 24 Stunden am Tag mit Informationen beliefert.
Bereits mit einem Hörverlust von circa 50 dB kann man einen Gesprächspartner am Telefon mehr oder weniger nicht mehr verstehen. Bei einem Hörverlust von circa 60 dB ist es nur noch eingeschränkt möglich, ein Gespräch in ruhigem Umfeld zu führen.
Das schlechte Verstehen trennt den Betroffenen von seinen Mitmenschen. Es kann sich massiv auf das Verhalten und auf das Gefühlsleben niederschlagen – mit körperlichen und seelischen Folgen:
Mögliche Beschwerden
- Nervosität, Unruhe
- Einschränkungen in der Konzentration
- Kopfschmerzen
- Leistungsminderung
- Schlafstörungen
- Schwindel
- Orthopädische Probleme
- Chronischer Tinnitus (Ohrengeräusche)
- Überempfindlichkeit bei Geräuschen (Hyperakusis)
- Ängste
- gemindertes Selbstwertgefühl
- Traurigkeit und Depressionen
Aus den genannten Beschwerden können Probleme im sozialen Miteinander erwachsen: Es kann zu Verstimmungen in Familie und Freundeskreis kommen. Oder die Betroffenen sind beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen und geraten in Konflikt mit Arbeitskollegen. Dies kann zu einem zunehmenden Rückzug führen, mit der Folge, dass Betroffene immer mehr an Lebensqualität verliert.
Hilfe zur Selbsthilfe
Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen Hilfe, Unterstützung und Erfahrungsaustausch.
Wir vermitteln Ihnen gerne einen Kontakt zur Selbsthilfe in Ihrer Region.


