Erlanger Hörtag 2011

„Ich habe gemerkt, welche Schwierigkeiten man hat, wenn man andere Menschen schlecht versteht. Wenn man Probleme mit dem Hören hat, soll man dazu stehen wie zu anderen Schwierigkeiten auch: Wer schlecht sieht, trägt ja auch eine Brille“, sagte Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a. D. und Träger eines Hörimplantats, in seinem Grußwort beim 2. Erlanger Hörtag am 28. Mai 2011. Dr. Beckstein sprach offen über seine Hörschädigung und über seine Erfahrungen mit dem Hörimplantat, das in der Fachsprache Cochlea-Implantat genannt wird.

Zum Hörtag hatten die HNO-Klinik am Universitätsklinikum Erlangen und Cochlear Deutschland eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, über Hörschädigungen und deren Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Rund 200 Besucher verfolgten spannende Vorträge von Experten der HNO-Klinik Erlangen rund um das Thema. Hierbei wurden verschiedene Fragen beantwortet: Was bedeutet es, nicht mehr gut zu hören? Was ist ein Hörimplantat, wie funktioniert es, für wen kommt es in Frage? Wie sieht das Versorgungskonzept der HNO-Klinik in Erlangen aus? Zusätzliche Informationsmöglichkeiten bot die im Foyer angebotene Infomesse, die sehr gut besucht wurde.

Während einer anschließenden Life-Übertragung auf Bayern 2 berichteten verschiedene Hörimplantat-Träger im Gespräch mit dem Moderatorenteam Werner Buchberger und Dr. Marianne Koch aus ihrem Leben mit dem Cochlea-Implantat. Ferner hatten die Besucher des Hörtags während der Radiosendung und im Anschluss die Möglichkeit, dem Team um Professor Dr. Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums und Direktor der HNO-Klinik Erlangen, Fragen zum Thema zu stellen.

Dr. Günther Beckstein sprach über seine Erfahrungen mit der Hörschädigung

Prof. Ulrich Hoppe, Leiter der Cochlear-Implant Centrums an der HNO-Klinik Erlangen, spricht über High-Tech für bessere Lebensqualität

Während der Vorträge der Experten konnten die Besucher fragen stellen

Der Hörgeräteakustiker Seifert bot kostenlose Hörtests an

Am Stand der Schwerhörigen, Ertaubten, CI-Träger - Selbsthilfegruppe Erlangen kamen Interessierte ins Gespräch

Die Selbsthilfegruppe OhrRing Bamberg war mit sieben Mitgliedern vor Ort

Während einer Live-Übertragung auf Bayern 2 interviewte der Moderator Werner Buchberger die Referenten

Und auch aus dem Publikum kamen Fragen an die Expertenrunde

Zum Abschluss des 2. Erlanger Hörtags, der gleichzeitig auch der 6. Deutsche CI-Tag…

…wurden Luftballons der DCIG auf die Reise geschickt

Wir vom Organisations-Team des „Ich will hören“-Hörtages bedanken uns bei allen Kooperationspartnern und Besuchern für das Gelingen des Hörtages in Erlangen. Gerne stehen wir für offen gebliebene Fragen unter info@ich-will-hoeren.de zur Verfügung.

Ihr Cochlear Deutschland-Team
Initiative „Ich will hören“

In der Region steht Menschen mit Hörschädigung ein Netzwerk von kompetenten Ansprechpartnern zur Verfügung:

Cochlear-Implant-Centrum CICERO HNO-Klinik, Universitätsklinikum Erlangen
Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe (Leiter CICERO)
Waldstraße 1
D-91054 Erlangen
www.hno-klinik.uk-erlangen.de

Bayerischer Cochlea Implantat Verband e.V.
Regine Zille (1. Vorsitzende)
Arberweg 28
85748 Garching
www.bayciv.de

Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten e.V.
Manfred Hartmann (Landesvorsitzender)
Oberes Tor 4
97450 Arnstein-Reuchelheim
www.schwerhoerige-bayern.de

Deutscher Schwerhörigenbund (DSB) Ortsverein Bielefeld e.V.
Hermann Aufderheide (Vorsitzender und Leiter des Referats CI im DSB)
Kurze Str. 36c
33613 Bielefeld
www.hoerrohr.org