Berliner Hörtag 2008

Die BBCIG e.V. (Organisatoren: Frau Gabriele Stevens, Herr Ralf Kuhirt, Frau Vera Starke und Frau Kathrin Wever) veranstaltete am 31. Mai 2008 den „Berliner Hörtag – vom Hörgerät zum Cochlea-Implantat“. Die Informationsveranstaltung über Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit im Erwachsenenalter fand in dem ehemaligen Kino Kosmos in der Berliner Karl-Marx-Allee statt.

Direkt vor dem Eingang hatte der Deutsche Schwerhörigenbund in Kooperation mit Geers Hörakustik sein DSB-Hörmobil aufgestellt und offerierte den Besuchern des Berliner Hörtages Hörtests sowie Informationen rund um die Themen Besser hören & CI.

Im Foyer waren bereits ab 9 Uhr die Aussteller BBCIG, CIC Berlin-Brandenburg, Schwerhörigenverein/HörBIZ, Gesellschaft für integrative Hörrehabilitation GIH/HTZ Potsdam, Geers Hörakustik, Hörgeräte Kramer & Reuter (GanzOhr), Charité, Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) und Vivantes Klinikum im Friedrichshain sowie Cochlear™, Hannover, mit ihren Ständen anwesend, um die Öffentlichkeit über moderne Hörgeräte und deren Leistungsfähigkeit, Hörstörungen und deren Behandlungsmöglichkeiten und Erfahrungen in der CI-Versorgung zu informieren, aber auch um Kontakte zu anderen Betroffenen, Selbsthilfegruppen und Vereinen zu vermitteln.

Es war ein sehr heißer Maitag, trotzdem kamen rund 150 Personen zu dieser Veranstaltung. Die Berliner freuten sich über die Teilnahme von Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Lehnhardt sowie Herrn und Frau Hermann.

Um 10 Uhr begrüßten der Moderator Herr Gerald Meyer (Journalist beim RBB) und anschließend Frau Stevens als Vorsitzende der BBCIG e.V. im Namen des Vereins die Gäste. Frau Stevens schilderte dann ihre persönlichen Erfahrungen, die sehr interessant und bewegend waren.

Als nächste Referentin stellte Frau Irene Wattler, Geschäftsführerin bei Hörgeräte Kramer & Reuter (GanzOhr), moderne leistungsstarke Hörgeräte mit ihren Extras vor, z.B. komfortables Design, robustes Modell, austauschbare Programme, geringer Batterieverbrauch, kompatibel mit Bluetooth, Anschlussmöglichkeit an MP3-Player, Laptop, Handy usw. Ich persönlich finde die heutige Technologie überaus beeindruckend.

Prof. Dr. Lehnhardt, ein Pionier der Cochlea-Implantation vor allem bei taub geborenen Kindern in Deutschland, hielt einen sehr interessanten Vortrag über die Behandlung der Schwerhörigkeit – gestern und heute. Er erläuterte die Chronologie der Hörhilfen, die Anatomie des Ohrs und die Entwicklung der Cochlea-Implantation. Im Anschluss daran berichteten zwei CI-Träger, Herr Schwindt und Herr Appelmann, über ihre Erfahrungen mit dem CI. Beide hatten einen unterschiedlichen „Background“ hinsichtlich der Hörbehinderung und kamen zuletzt mit ihren Hörgeräten nicht mehr zurecht. Aus diesem Grund entschieden sie sich für ein CI und sind inzwischen damit sehr zufrieden. Anschließend konnten die Besucher in einer Pause die Ausstellungsstände besuchen und persönliche Gespräche führen.

Nach der Pause moderierte Gerald Meyer die Expertenrunde, an der Prof. Dr. Ernst Lehnhardt (Hannover), PD Dr. Heidi Olze (Charité Berlin), Dr. Ingo Todt (Unfallkrankenhaus Berlin), PD Dr. Parwis Mir-Salim (Vivantes Klinikum Berlin), Irene Wattler (GanzOhr Berlin) und Gabriele Stevens (BBCIG Berlin) teilnahmen. Gerald Meyer stellte viele Fragen hinsichtlich der Entscheidung und Eignung der Betroffenen für und wider eine CI-Versorgung, darüber hinaus auch zu den Themen Implantation, Nachsorge, Kostenübernahme durch die Krankenkassen für eine einseitige oder zweiseitige CI-Versorgung, mögliche Probleme mit dem CI, Vorteile einer bilateralen Versorgung, technische Lebensdauer eines CI etc. Es kamen auch viele Fragen aus dem Publikum. Insgesamt gesehen war es eine angeregte und intensive Diskussion.

Für eine bessere Verständigung der Vorträge und Diskussionen sorgte eine Schriftdolmetscherin, die den gesamten Ablauf des Programms mühelos schriftlich wiedergab (herzlichen Dank – auch im Namen aller Teilnehmer der Veranstaltung). Ab 13 Uhr fanden noch viele weitere Gespräche an den einzelnen Ständen statt. Die Veranstaltung endete gegen 14.30 Uhr.

Dieser Tag war sehr schön: insgesamt sehr informativ, aber auch persönlich anregend – und das nicht nur für uns Betroffene, sondern auch für Angehörige von CI-Trägern und Normalhörende sowie für die Partner des Netzwerkes Hören in Berlin und Brandenburg. Unser Dank gebührt dabei den Organisatoren, Ausstellern, den Ärzten der vertretenen CI-Kliniken aus Berlin und der Firma Cochlear für die überaus gelungene Veranstaltung.

Herzlich willkommen zum Berliner Hörtag!

DSB-Hörmobil mit Partner Geers

BBCIG-Stand – alles vorbereitet für die Gäste

CIC-BB-Stand mit Britta Frenzel und Silvia Zichner

HTZ-Potsdam-Stand mit Ralf Helbig

Charité, UKB und Vivantes berieten Patienten an Info-Ständen

GanzOhr beriet zur neuesten Hörgerätetechnik

Geers-Stand mit Karin Hernicht und Gabriele Stevens

Der Cochlear™ Stand fand reges Interesse

Gabriele Stevens eröffnet die Veranstaltung

Rund 150 Besucher kamen zum Berliner Hörtag

Prof. Ernst Lehnhardt über Schwerhörigkeit und Behandlungsmöglichkeiten

CI-Träger erzählen aus ihrem Leben

Prof. Ernst Lehnhardt, Hannover

Irene Wattler, Prof. Lehnhardt, PD Olze, Dr. Todt, PD Mir-Salim und Gabi Stevens

Clivia und Ansgar Polatzek mit Renate Willkomm

Sonnige Stimmung in der Pause

Da gibt es etwas Interessantes

Die CI-Kinder von einst sind heute Teens und Twens

Verstehen ist gar nicht so einfach, wenn drumherum was los ist...

BBCIG-Stand umlagert

Finale